Architekturforum Passau:
Werkvortrag von Šépka Architekti, Jan Šépka
"Zwischen Naivität und Realität"
(Vortrag tschechisch mit Dolmetscher)
Mittwoch, 20. Mai 2026, 19 Uhr im MMK
Jan Šépka (1969) ist ein tschechischer Architekt und Pädagoge mit Sitz in Prag. Er studierte an der Fakultät für Architektur der Technischen Universität Prag (1995) und anschließend an der Architekturschule der Akademie der Bildenden Künste Prag (1997). Bereits während des Studiums war er Mitbegründer der Gruppe Nová česká práce, die in den 1990er Jahren die tschechische Architekturszene maßgeblich prägte und Raum für neue Ansätze und Experimente eröffnete. 1995 gründete er nach dem Gewinn des Wettbewerbs für die Umgestaltung des Horní náměstí (Oberer Platz) in Olomouc sein eigenes Atelier. Erfolge in weiteren Wettbewerben – insbesondere für die Umgestaltung des Jiřské náměstí auf der Prager Burg (1997) und für das Erzbischöfliche Museum in Olomouc (1998) – führten 1999 zur Gründung des Ateliers HŠH architekti, in dem er bis 2009 tätig war. Anschließend gründete er sein eigenes Büro Šépka architekti, das er bis heute leitet. Seit 2004 ist er auch pädagogisch tätig. Er unterrichtete an der Fakultät für Architektur der TU Prag, leitete anschließend das Atelier A1 an der Kunstgewerbeakademie in Prag und führt derzeit ein Atelier an der Fakultät für Kunst und Architektur der Technischen Universität in Liberec. Er ist bekannt für seinen experimentellen und innovativen Ansatz in der Architektur. 2019 erschien die Monografie /Inspirace/, die seinem Werk gewidmet ist. Zu seinen bekanntesten realisierten Projekten gehören die Raumstruktur in Beroun, die Villa Hermína, die Umgestaltung des Schlossareals in Litomyšl, der Entwurf der Nationalbibliothek in Prag, das Landschaftszimmer in Modrava, das Haus im Obstgarten, das Haus im Stahlkorsett, die Installation Wahrnehmung in České Budějovice und die Projekte GAMPA und Sféra in Pardubice.
Der Eintritt ist frei!