Vernissage am 22. November 2019, 19 Uhr


„Down to the wire: Escalation“

Theresa Stemplinger zeigt Debütausstellung im Museum Moderner Kunst

Unter dem Namen „stART“ fördern die Professur für Kunstpädagogik/Ästhetische Erziehung, der Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft und das Museum Moderner Kunst Wörlen Passau Absolventinnen und Absolventen der Kunstpädagogik an der Universität Passau. In diesem Jahr setzt sich die Passauerin Theresa Stemplinger in raumgreifenden Installationen mit der Erfahrung des Absurden auseinander. 

„Bis zum bitteren Ende“ – so lässt sich der Titel dieser Ausstellung ins Deutsche übersetzen. Man gibt alles, will alles, riskiert alles bis zur Erschöpfung, manchmal auch bis zur Eskalation, und vielleicht ist es am Ende sogar vergebens. Diese Erfahrung des Absurden ist universell, sie ist urmenschlich und in der Figur des Sisyphos, dessen Fluch es ist, täglich neu scheitern zu müssen, in Literatur und Kunst unsterblich geworden.

Theresa Stemplinger transportiert diese Erfahrungswelt in raumgreifenden Installationen, die meist eine Kombination aus Textil-, Ton- und Videoelementen sind. „Im Vordergrund steht für mich bei jeder Arbeit, neue, starke Bildwelten zu eröffnen, die ihre eigenen Regeln haben“, sagt sie. „Jede Installation gewährt einen Einblick in das Innenleben eines bestimmten Phänomens. Dabei spielen sowohl auf gesellschaftlicher als auch auf persönlicher Ebene Veränderung, Modularität und Absurdität sowie autobiografische Aspekte eine wichtige Rolle.“

Indem sie Einzelarbeiten im Raum in Beziehung setzt und zu einem neuen Ganzen verschmelzen lässt, schafft die Künstlerin viel Raum für die Interpretation der Betrachterinnen und Betrachter. „Es ist schön, wenn es gelingt ein starkes Bild zu erzeugen und gleichzeitig eine breite Lesbarkeit herzustellen. In erster Linie geht es aber darum, eine für mich zufriedenstellende formale Ausarbeitung meiner eigenen Gedanken – des im Vordergrund stehenden Inhalts -zu finden, im besten Falle ein schmissiges Bild. Ich glaube, nur wenn man in dieser Hinsicht egoistisch bleibt, kann es gelingen, diese beiden für die Kunst essentiellen Ansätze zu verbinden.“

Mit dem Projekt „stART“ fördern das Museum Moderner Kunst Wörlen Passau und die Professur für Kunstpädagogik/Ästhetische Erziehung der Universität Passau seit 2013 Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Kunsterziehung. Seit 2016 begleitet das Projekt der Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft, der seinen Studierenden die Möglichkeit eröffnet, Erfahrungen in Planung und Durchführung einer Ausstellung zu sammeln.

Kuratiert wird die Ausstellung in diesem Jahr von Ines Molz, Studentin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte und Bildwissenschaft der Universität Passau.


Rahmenprogramm

Künstlergespräch: 8. Dezember, 11.30 Uhr

Kuratorenführung: 12. Januar, 11.30 Uhr

Führung mit Theresa Stemplinger und Ines Molz durch die Ausstellung „Arnulf Rainer und Karl Schleinkofer“: 26. Januar, 11.30 Uhr   


Bildhinweise: Raumgreifende Installationen aus Einzelobjekten und die Kombination aus textilen Elementen, Ton- und Videoelementen (Foto: Stemplinger)

 Die Ausstellung wird gefördert von: