Museumspädagogische Projekte


Street Art Projekt

Das fertige Kunstwerk


Graffiti und Street Art in der Passauer Altstadt – ist das Kunst oder doch bloß Schmiererei? Dies herauszufinden war das Ziel eines museumspädagogischen Projekts des Museums Moderner Kunst Wörlen in Passau. Insgesamt sechs Jugendliche aus Passau, die sich im Sommer für das Projekt beworben hatten und unter den Bewerberinnen und Bewerbern ausgewählt worden waren, trotzten in den Herbstferien dem zunehmend nasskalten Wetter, um sich gemeinsam der Aufgabe zu stellen, wie man Graffiti und Street Art sinnvoll zur Gestaltung des öffentlichen Raums einsetzen kann.

Im Projekt galt es, nach einer kurzen, kunstgeschichtlichen Einführung in das Thema Street Art, Gestaltungsvorschläge für einen Teil der Fassade des öffentlichen Durchgangs unter dem Studentenwohnheim Bräugasse zu entwerfen. Eine besondere Herausforderung war dabei, dass die zu gestaltende Wandfläche Teil eines unter Denkmalschutz stehenden Bauensembles ist. Da sowohl der Eigentümer, die WGP Passau, als auch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege freundlicherweise ihre Zustimmung zum Projekt gaben, bot sich den Jugendlichen hier die einmalige Chance, ein durch moderne Einbauten verunziertes, historisches Gebäude mit zeitgenössischer Kunst aufzuwerten.

Die praktische Umsetzung an der Wand des Durchgangs zum Donaukai erfolgte unter fachlicher Anleitung des Museumspädagogik-Teams des MMK und des Passauer Sprayers Fabian Edenhader, der die Jugendlichen in die hohe Kunst des Graffiti-Writing einführte. Die fertig gestaltete Wand kann seit November 2015 besichtigt werden. 


Mobil im Museum

Während der Arbeit an den Kurzfilmen


Wie erleben junge Menschen, die aus anderen Kulturen kommen, ihre neue Heimat Passau? Welchen Eindruck hat Passau auf sie bei ihrer Ankunft gemacht? Wie haben sie sich eingefunden und eingelebt? Diese Fragen standen im Zentrum eines museums- und medienpädagogischen Filmworkshops, der in den Osterferien 2016 im Museum Moderner Kunst Passau mit jugendlichen Flüchtlingen aus Afghanistan, Syrien und Iran durchgeführt wurde.

Der Filmworkshop war Teil des bayernweiten Projekts „mobil im museum“, bei dem sich Jugendliche mit aktuellen medialen Ausdrucksformen via Smartphones und Tablets in den musealen Bereich einbringen und sich dabei aktiv mit Kultur und dem Thema Heimat auseinandersetzen können.

Am 31. März und 1. April 2016 fand im Museum der Workshop mit insgesamt 13 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus dem Haus PAX in Schweiklberg sowie der Wohngruppe der Rummelsberger Diakonie statt. Dabei wurden eigene Ideen zum Thema „Zweite Heimat – Ankommen in Passau“ entwickelt und filmisch umgesetzt. Die fertigen Kurzfilme wurden am 26. April erstmalig und in Anwesenheit der Jugendlichen im Museum präsentiert.

‚Mobil im Museum‘ ist ein Projekt des JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendring, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerischen Sparkassenstiftung.


Die Filmclips sind auf dem YouTube-Kanal des MMKs zu finden:

https://www.youtube.com/channel/UCYhkqih7hustDzWGa_RJGAA