Im vergangenen Jahr wurde der „moderne Klassiker“ Friedrich Meckseper 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass präsentiert das MMK eine umfassende Werkübersicht des Künstlers, beginnend mit Gemälden und feinen Farb-Radierungen aus den 1960er Jahren bis hin zu großformatigen Acrylbildern der jüngsten Zeit. In den 1930er Jahren war es der italienische Maler und Radierer Giorgio Morandi (1890-1964), der mit form- und farbreduzierten Stillleben eine ähnlich intime Konzentration auf scheinbar banale Gegenstände zu seinem Hauptmotiv machte. Während Morandi in sichtbaren Schraffuren dunkeltonige Arrangements von Flaschen und anderen Gefäßen gestaltete, schuf Meckseper seine Objekte mit entschiedener Genauigkeit und raffinierter und dabei zurückhaltender Lichtführung. Die Stille und die Bewegungslosigkeit sind dabei das Kennzeichen im Werk beider Künstler.Die Schau im Passauer MMK stellt ca. 65 Gemälde, Radierungen und Zeichnungen von Friedrich Meckseper vor. Ergänzend wird in einer kabinettartigen Präsentation Giorgio Morandi mit zehn exemplarisch ausgewählten Radierungen als Stillleben-Maler in Bezug zu Meckseper gesetzt.


      

Friedrich Meckseper, Gebirge, 2009 (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2017      Friedrich Meckseper, Monduhr, 1964 (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Friedrich Meckseper, Baumschule, 2007 (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2017


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